Neues über unser Rotmilane

In diesem Jahr 2016 hat das Team (unter Leitung von Stef van Rijn und unter Mitarbeit von René Janssen) weitere 2 GPS-Sender an ostbelgischen Rotmilanen anbringen können. Einer der Sender wurde duch die Lütticher Sektion von AVES finanziert. Dem Vorstand sei für diese Geste vielfach gedankt. Eine der neu besenderten Milane ist ein in Heppenbach (in der Nähe von Amel) brütendes Männchen. Er wurde auf den Namen „Tchantchès“ getauft, wie es von der AVES-Sektion Lüttich gewünscht wurde. Der zweite 2016 neu besenderte Rotmilan ist ein Weibchen aus Wallerode, sein Männchen ist bereits mit einem Sender versehen. Es gilt hervorzuheben, dass das Projekt in enger Zusammenarbeit mit AVES-Ostkantone sich stets weiter entwickelt, da diese Vereinigung gerade im Deutschsprachigen Gebiet Belgiens äußerst aktiv ist. Auch dieser Vereinigung sei gedankt!


Die fünf anderen Rotmilane (Männchen Wallerode, Sankt Vith, Montenau, Amel und Archimedes) senden weiterhin und ihre Daten werden weiterhin erfasst. Unter Ihnen sind das Männchen aus Sankt Viht und das Männchen aus Amel bereits seit 2014 im Mittelpunkt des Projektes, die anderen seit 2015. Daraus lässt sich folgern, dass während diesen Herbstes wir mit Daten von insgesamt 7 Tieren versorgt werden, die uns gerade während der Zug und Überwinterungszeit viele Informationen liefern können.
Obschon die Brutsaison während 2016 aufgrund der nassen Witterung im Vergleich zu den Vorjahren weniger erfolgreich für die ostbelgische Population war, konnten wir bei allen besenderten Rotmilane eine erfolgreiche Brut nachweisen.


Letzten Dienstag, am 27. September, hat „Tchantchès“ bereits sein Brutgebiet verlassen. Das ist besonders früh, noch keiner der bisher besenderten Rotmilane hatte sein Brutgebiet vor Ende Oktober verlassen. Die anderen 6 besenderten Tiere sind immer zurzeit noch in ihrem Brutgebiet. Tchantchès flog am ersten Tag seiner Reise 110 km Richtung Süd-West, über das Gebiet „Forêt d‘Anlier“ und verbrachte seine erste Nacht im kleinen französischen Dorf Fresnois, westlich von Virton. An den folgenden Tagen führte er seine Reise gen Süden fort, den Flanken des Maastales folgend, mit Tagesleistungen von 70-75 km am Tag. Am Freitag, den 30. September, flog er lediglich 15 km, verbrachte seine Nacht in Mareilles, einem kleinen Dorf im Zentrum der „Haute-Marne“ in Frankreich, ca. 50 km südöstlich des bekannten Lac du Der. Am 1. Oktober, setzte er seine Reise jedoch nicht weiter fort, er zog es vor, noch eine Weile in der Umgebung von Mareilles (F) zu verbleiben.

 


 



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