Grünfink von heimtückischer Krankheit betroffen

Auch aus unserer Gegend wurden Fälle von einem mysteriösen Sterben von Grünfinken insbesondere an Futterhäusern gemeldet. So wurden uns Fälle aus Montenau und Eupen mitgeteilt. Europaweit macht die Krankheit die Runde, in Österreich ist laut Birdlife bereits die Hälfte der Gesamtpopulation des Grünfinks der Krankheit zum Opfer gefallen.


Diese Tatsache veranlasst uns zu besonderer Vorsicht bei der Sommerfütterung hinzuweisen. Tatsächlich, insbesondere durch die heiße Witterung der letzten Wochen bedingt, breitet sich die Krankheit besonders schnell aus, betroffen sind fast ausschließlich Grünfinken, die sich über Futterstellen und Vogeltränken infizieren.


Erreger der Krankheit sind parasitische Einzeller, die Krankheit wird als Trichomoniasis bezeichnet. Kranke Vögel fallen durch aufgeplustertes Gefieder auf, sie versuchen krampfhaft zu fressen und fliegen auch bei Annäherung nicht fort. Eine Rettung von kranken Tieren gibt es nicht, es kann nur versucht werden, die Verbreitung der Krankheit zu verhindern. Warum gerade der Grünfink betroffen ist, darüber rätseln die Wissenschaftler.


Wichtig ist, bei Verdacht oder Beobachtung kranker Vögel, die Fütterung sofort einzustellen, Futtergeräte, Vogeltränken und Futterreste vom Boden zu entfernen und mit heißem Wasser zu reinigen. Die Fütterung kann bei sinkenden Temperaturen und Abebben der Krankheit wieder aufgenommen werden.


Gerne nimmt AVES-Ostkantone Meldungen über das Erscheinen der Krankheit entgegen.

 



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