Eine intakte Naturlandschaft ist unser Kapital! - Kampagne zum Schutz von Bäumen und Hecken

Informationsveranstaltung am 20.10.2017 in Berg/Bütgenbach


Hecken und Bäume sind für die ökologische Qualität und für das attraktive Bild unserer Kulturlandschaft in Ostbelgien unentbehrlich.
In mühsamer, Jahrhunderte dauernder Arbeit haben unsere Vorfahren – vor allem die Landwirte – mit der einfachen Bewirtschaftung des Bodens eine große Vielfalt von Lebensräumen geschaffen.
Leider sind wir dabei, dieses Erbe langsam und stetig zu zerstören. Hecken werden ohne Ersatz gerodet, Feldgehölze verschwinden, Felder und Wiesen umgebrochen, intensiviert, Bäche begradigt und befestigt und Auen entwässert. Das mosaikförmige Gefüge verarmt.
Viele bedrohte Tierarten sind unmittelbar auf Hecken, Bäume und verschiedenartige Lebensräume angewiesen. Ihr Verschwinden beweist, dass sich unsere Landschaft immer mehr naturentfremdet. Belastung von Boden, Wasser und Luft sind weitere Folgen dieses Wandels. Jedem dürfte inzwischen geläufig sein, dass den Landwirten mehr und mehr eine Schlüsselrolle als Pfleger der Natur zuteilwird. Es gilt dabei, Wege zu finden, wie die berechtigten Anliegen der Landwirte nach rationeller Bewirtschaftung des Landes und kostengünstiger Produktion mit jenen der Erhaltung der Hecken und Bäume unter einen Hut gebracht werden können.


Bäume tragen zum Klimaschutz bei

„Klimaplan der Provinz - das geht uns alle an“ mit diesem Aufruf appellierte im Dezember 2015 die Provinz an alle Landwirte, Hobby-Landwirte und Interessenten.
Ein kleiner Junge, Felix Finkbeiner aus Bayern, hat seit einigen Jahren festgestellt, dass viel geredet und diskutiert wird, dementsprechend aber zu wenig passiert. Sein Wortlaut: „So wie die Erwachsenen mit allem umgehen, können wir Kinder keine Chance auf eine lebensqualitative Zukunft haben!“
(Aus dem Buch „Baum für Baum: Jetzt retten wir Kinder die Welt“ von Felix Finkbeiner).
Wussten Sie schon, dass die Bäume und Hecken der nördlichen Erdhalbkugel mit ihrem Wachstum dafür sorgen, dass die Atmosphäre immerhin ein Drittel weniger CO2-Last zu tragen hat.
In der freien Feldflur bieten sich Möglichkeiten des Einbringens von Bäumen und Feldgehölzen, denn deren Fortbestand ist keineswegs langfristig gesichert – im Gegenteil. Angesichts dieser Tatsache scheinen die Bedeutung und der Wert der Hecken und Bäume noch nicht von allen erkannt worden zu sein.


Bäume und Hecken bieten viele Vorzüge:

Pflanzungen, auf oder um die Felder und Wiesen, tragen bei:
-    zum Schutz des Viehs, Schafe, Pferde, …
-    zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts (Weniger Krankheitsbefall für das Vieh)
Ferner tragen baum- und heckengeschützte Felder zur Ertragssteigerung bei, sie bieten optimalen Schutz des Grundwassers und verringern die Bodenerosion.


Mit einer Informationsveranstaltung soll deshalb auf die außerordentliche Rolle unserer Bäume und Hecken in Natur- und Landschaft, in Landwirtschaft, im Siedlungs- und Erholungsraum hingewiesen und für ihre Erhaltung, Pflege und Neuanlage geworben werden. Die Natur erfährt heute die größte Belastung seit dem Auftreten des Menschen auf der Erde und unsere Landschaften entwickeln sich rasant zu „Allerweltslandschaften“, bei gleichzeitigem Aussterben wildwachsender Pflanzen und wildlebender Tiere, ökologische Folgeschäden und Klimaveränderung eingeschlossen. Wollen wir uns und der Nachwelt ein vielfältiges Naturerbe hinterlassen, müssen wir alle am Erhalt der Natur mitarbeiten. Am besten fangen wir bei uns selbst an.


Wir, AVES-Ostkantone, NATAGRIWAL, der Naturpark Hohes Venn-Eifel und eine Reihe ehrenamtlicher Mitarbeiter und -helfer laden alle Interessenten zu einem Informationsaustausch ein. Er verfolgt gleichzeitig das Ziel, eine konkrete Pflanzaktion zu starten und für Mithelfer zu werben.


Die Informationsveranstaltung findet statt am 20. Oktober um 14h00 im Kultur-Café Burgterrassen, An der Lei 1, 4750 Berg-Bütgenbach. Alle Naturinteressenten und insbesondere Landwirte sind zum konstruktiven Austausch eingeladen.
Informationen bei AVES-Ostkantone VoG, Tel.: 080 34 02 46 (Di-Fr 08.30-12.30), Email: aves.vog@skynet.be

 

 



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