
Nein nicht der kleine Vogel
ist das Junge, sondern der dickere ist das Kuckuckjunge
(Foto: AVES-Archiv)
Der Kuckuck, einige verwechseln
ihn mit dem Sperber (Foto: Gerhard Reuter)
)
Die Blaumeise verlässt gerade
ihr sicheres Brutquartier in einem Astloch (Foto: Gerhard
Reuter)
Im Nistkasten sind die Blaumeise
und ihre Brut sicher. (Foto: Gerhard Reuter)
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Der Kuckuck und die fremden
Nester
Ab Mitte April schallt das "
Kuckuck
Kuckuck
"
wieder über Wiesen und Wälder. Es ist nicht schwer zu
erraten, dass das der Gesang des Kuckucks ist.
Der Kuckuck hat einen sehr schlechten Ruf. Und das nicht
ganz zu unrecht. Er legt seine Eier nämlich einfach in fremde
Nester. So müssen andere Vögel die Eier ausbrüten
und die kleinen Kuckucke aufziehen. Der große Kuckuck macht
sich einfach aus dem Staub. So spart er sich eine Menge Arbeit.
Aber auch des Kuckucks Nachwuchs hat es schon faustdick hinter den
Ohren.
Wie die Kuckuck-Mama trickst
Der Kuckuck hat spitze Flügel und einen langen Schwanz. So
sieht er im Flug so ähnlich aus wie ein Raubvogel. Mit diesem
Trick vertreibt der Kuckuck andere Vögel von ihren Nestern.
Findet er dann ein Nest, in dem noch nicht alle Eier gelegt sind,
ist er am Ziel! Die Kuckuck Mutter legt ihr Ei in dieses fremde
Nest. Das kann beim Spatz und sogar beim winzigen Zaunkönig
sein. Aber auch viele andere Vogelarten werden ungewollt zu Pflegeeltern.
Der Kuckuck muss nur an ihr Nest rankommen. Vögel, die in Höhlen
oder Nistkästen brüten, wie z.B. die Meise, haben
dieses Problem nicht. Die Kuckucks Mutter ist nämlich zu groß,
um durch den engen Eingang in das Nest zu schlüpfen.
Wie das Kuckuck-Küken trickst
Schon das Kuckucksei darf nicht auffallen und ist daher recht klein.
Auch seine Farbe und Musterung passen zu den Eiern, bei denen es
abgelegt wird. Ist das Kuckuck Küken dann geschlüpft,
macht es sich sofort an die Arbeit: es schmeißt alles aus
dem Nest, was es findet. Egal ob andere Eier oder Küken. Ohnehin
schlüpft es meist vor den anderen, denn seine Mutter hat alles
richtig ausgekundschaftet und die Brutdauer des Kuckucks ist mit
13 Tagen recht kurz. Alles wird huckepack auf den Rücken genommen
und über den Nestrand geschubst. So stellt der kleine Kuckuck
sicher, dass all das Futter, das seine Pflegeeltern fleißig
bringen, ihm ganz alleine gehört.
Vogelkinder überall
Kohl- und Blaumeisen haben schon mit dem Nisten in
Baumhöhlen oder Nistkästen begonnen. Rotkehlchen
und Zaunkönig nisten in tiefen, mit Moos gepolsterten
Grasmulden am Boden. Der Hausrotschwanz dagegen baut sein
Nest gern unter einem Dachvorsprung. Und der kleine Gartenbaumläufer
versteckt sein Nest hinter der abgeplatzten Rinde alter Bäume.
Im Frühling hörst du überall wieder Vögel singen.
Viele von ihnen kehren jetzt aus ihren weit entfernten Überwinterungsgebieten
zurück und fangen an zu brüten. Dazu gehören z.B.
die Nachtigall, der Gartenrotschwanz, die Schwalbe
und der Storch. Nach ihrer langen Reise findet die kleine
Schwalbe zielsicher ihr altes Nest vom letzen Jahr. Auch der Storch
kehrt an seinen Nistplatz zurück, um Junge groß zu ziehen.
Text: Gerhard Reuter

Mehr Informationen zum Kuckuck gibt's hier
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